Fragen und Antworten

Allgemein

Die Auszahlung erfolgt nach Bauabschluss auf Basis der Ausführungsbestätigung durch die Bauherrschaft. Bitte beachten Sie: Die Fördergeldauszahlung findet im Rahmen des von Regierungsrat und Landrat bewilligten Budgets statt.

Die Prüfung der Unterlagen erfolgt in der Regel innert vier Wochen. Nach erfolgter Prüfung erhalten Sie eine schriftliche Auszahlungsverfügung. Anschliessend dauert es 45 Tagen, bis der Förderbeitrag auf dem von Ihnen bezeichneten Konto eintrifft. Bitte beachten Sie: Die Fördergeldauszahlung findet im Rahmen des von Regierungsrat und Landrat bewilligten Budgets statt.

In der Regel maximal vier Wochen, bis eine schriftliche Mitteilung erfolgt (Zusicherung, Nachforderung, Absage).

Ja, bei einem Gesuch Wärmedämmung Gebäudehülle muss der Förderbeitrag pro Gesuch mindestens 500 Franken betragen. Bei den übrigen Fördergegenständen gibt es keine Untergrenze.

Beauftragen Sie eine Fachperson einer beteiligten Planungs- oder Baufirma oder eine bekannte oder verwandte Person mit dem Gesuchswesen. 

Nein, Sie müssen die Fördergesuche vor Baubeginn einreichen. Rückwirkend werden keine Gelder mehr gesprochen.

Immer vor Baubeginn. Mit den Arbeiten können Sie anschliessend auf eigene Verantwortung beginnen. Erst die schriftliche Beitragszusicherung garantiert, dass der Kanton das Gesuch akzeptiert und Fördergelder reserviert.

Denkmalschutz

Als denkmalgeschützt gelten Bauten, die in Inventaren des Bundes, der Kantone oder der Gemeinden als von «nationaler» oder «regionaler» Bedeutung eingetragen sind. Dem Gesuch muss eine schriftliche Bestätigung der zuständigen Denkmalschutzbehörde beiliegen, dass das Bauteil die Standardförderbedingungen nicht einhalten kann.

Fenster: Glas-U-Wert von 1.10 W/m2K. Glasabstandhalter: Kunststoff oder Edelstahl

Dach, Wand, Boden gegen aussen oder < 2 m im Erdreich: U-Wert von 0.25 W/m2K muss erreicht werden.

Decke, Wand, Boden gegen unbeheizt oder > 2 m im Erdreich: U-Wert von 0.28 W/m2K muss erreicht werden.

Die Erleichterungen gelten nur für die Bauteile, bei denen ein schriftlicher Nachweis vorliegt, dass die geforderten U-Werte nicht realisierbar sind.

Eigenleistungen

Ja, grundsätzlich können Sie die Arbeiten in Eigenleistung ausführen. In diesem Fall müssen Sie dem Gesuch keine Offerte beilegen. Die Flächen- und U-Wertberechnungen müssen jedoch korrekt sein und wie deklariert ausgeführt werden. Dokumentieren Sie die Wärmedämmarbeiten fotografisch mit Meterstab, auch die Situation im Sparrenbereich bei Steildächern. Nach der Sanierung müssen Sie dem Abschlussformular Kaufbelege der Wärmedämmmaterialien und die Fotodokumentation beilegen. 

Eigentum Sonderformen

Ja, das Fördergesuch kann für das ganze Gebäude oder Teile davon eingereicht werden; als Eigentümer muss eine von den StockwerkseigentümerInnen legitimierte Vertretung eingetragen werden. Es muss eine Vollmacht oder ein Verwaltungsvertrag beigelegt werden.

Die Förderung  geschieht in der Regel in Form eines einmaligen Beitrages an die Investitionskosten. Bei einem Contracting-Vertrag zwischen Hauseigentümerschaft und Anlagen-Contractor investiert der Contractor in die Anlage und ist somit der rechtmässige Empfänger des Förderbeitrags.


Die Zusicherung für einen Förderbeitrag erhält die im Gesuchsformular deklarierte Eigentümerschaft vor Baubeginn. Im Falle eines Architektur- oder Immobilienprojektes einer Firma ist dies das Architekturbüro oder die Investitionsfirma. Die Auszahlung des Förderbeitrags erfolgt nach Baufertigstellung in der Regel an die gleiche Firma, auch wenn sich in der Zwischenzeit die Eigentumsverhältnisse geändert haben. Davon abweichende Verfahren müssen schriftlich beantragt werden.

Energiebezugsfläche (EBF)

Die Energiebezugsfläche (EBF) entspricht der beheizten Bruttogeschossfläche eines Gebäudes, welche innerhalb der thermischen Gebäudehülle liegt. Die Bruttogeschossfläche kann aus den Bauplänen oder direkt am Gebäude ermittelt werden. Sie umfasst die Aussenabmessungen aller beheizten Geschosse, das heisst die Dicke der Aussenmauern und Trennwände wird mitgemessen. Für die Energiebezugsfläche ziehen Sie unbeheizte Räume wie Keller, Estrich, Garagen, etc. von der allenfalls durchgemessenen Fläche ab.

Definition Energiebezugsfläche (EBF)

Es gilt die EBF des Minergie-Antrages abzüglich neuer Anbauten, Aufbauten oder Aufstockungen.

Erneuerbare Energien

Nein, der Kanton fördert Holzheizungen nur, wenn diese als Hauptheizsystem eingesetzt werden. Ergänzungsgeräte werden nicht gefördert.

Nein, wenn Sie nur Kollektoren für 50% erneuerbar erwärmtes Brauchwarmwasser installieren, um die 50%-Regel des Gesetzes zu erfüllen.

Ja, wenn für die Solaranlage keine gesetzliche Pflicht besteht z.B. bei einer Holzheizung oder Wärmepumpe.

Ja, wenn Sie mehr Kollektornennleistung installieren als gesetzlich gefordert, dann können Sie für diese zusätzliche Nennleistung ein Fördergesuch eingeben.  

Erstinstallation Wärmeverteilsystem

Es gibt bestehende Gebäude, die noch raumweise mit fossil betriebenen Einzelöfen oder elektrischen Einzelspeichern beheizt werden. Beim Ersatz dieser Systeme durch eine zentrale Wärmeerzeugung mit erneuerbarer Energie oder Abwärme (Anschluss an ein Wärmenetz, Wärmepumpe, Holzkessel), muss ein  wasserführendes Wärmeverteilsystem im Haus installiert werden. Das kann eine Radiatoren- oder eine Fussbodenheizung sein. Das Baselbieter Energiepaket fördert solche Erstinstallationen in bestehenden Liegenschaften, sofern die Heizung gefördert wird.

Bei Auskernungen wird der Einbau des Wärmeverteilsystems nicht gefördert, da Auskernungen wie Neubauten behandelt werden.



Fenster

Nein, die wärmetechnischen Eigenschaften entsprechen dann nicht mehr dem Gebäudeprogramm.

Das Mauerlichtmass, d.h. die von aussen in der Fassade sichtbare Fensterfläche.

Bei Rahmenverbreiterungen dürfen maximal 15 cm allseits zur Breite/Höhe angerechnet werden.

Ja, sofern die Bedingungen an den U-Glas-Wert und den Abstandhalter eingehalten sind. In diesem Fall gilt nicht das Mauerlichtmass sondern die Fläche des Glases bei der Beitragsberechnung.

Nein. Es gibt grundsätzlich keine Pflicht für die Erneuerung eines Bauteils; es steht der Bauherrschaft frei zu entscheiden, welche Bauteile erneuert werden.  

Gebäudehülle

Ja, aus bauphysikalischen Gründen sollte die Leibung aber auch gedämmt sein.

Nein, es werden Förderbeiträge für die Gebäudehüllensanierung unabhängig vom Heizsystem ausgerichtet.

Lambda (λ) beschreibt die Wärmeleitfähig­keit eines Baumaterials. Es misst, wie viel Watt pro Kelvin und pro Meter Dicke des Baumaterials nach aussen geleitet wird (Angabe in [W/mK]). Je kleiner Lambda, desto weniger Wärme wird geleitet und desto besser ist die Dämmung des Baumaterials.

Lambda-Werte sind im Herstellerkatalog oder im sia-Register zu finden www.sia.ch/register > Baustoffkennwerte

U-Wert

Der U-Wert gibt an, wie viel Wärme durch einen Quadratmeter eines Bauteils bei einem Temperaturunterschied von einem Kelvin (= 1 Grad) verloren geht (Angabe in [W/m2K]). Je kleiner der U-Wert, desto weniger Wärme geht verloren und desto besser ist der Wärmeschutz des Bauteils.

Wir empfehlen, die Berechnung von einer Fachperson resp. von einem Unternehmen der Baubranche machen zu lassen. Sie müssen für die Gesuchsprüfstelle nachvollziehbar sein und folgende Elemente enthalten: vollständiger Schichtaufbau, Bezeichnung der einzelnen Schichten, ob vorbestanden und weiterverwendet oder neu, Schichtdicken in cm, Art der Materialien, Wärmeleitfähigkeiten.

Die Angaben müssen mit den Angaben in der Offerte übereinstimmen.