Baselbieter Energiepaket

Vorgehen und Zustandsbeurteilung

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Die Gebäudeerneuerung richtig planen!

Unabhängig davon, ob das Gebäude in mehreren Etappen oder gesamthaft erneuert wird, ist eine sorgfältige Planung immer sehr wichtig. Dazu ist ein Sanierungsplan zu erstellen, der die einzelnen Massnahmen aufeinander abstimmt. Nach Möglichkeit ist eine umfassende Gebäudeerneuerung zu bevorzugen, weil sich dabei folgende Vorteile ergeben:

  • Die Massnahmen an Gebäudehülle und Haustechnik können optimal aufeinander abgestimmt und das Energiesparpotenzial maximal ausgeschöpft werden.
  • Das Risiko von Bauschäden wird minimiert (z.B. Feuchtigkeitsprobleme nach dem Fensterersatz ohne Wärmedämmung der Aussenwände).
  • Ausbau- und Erweiterungsprojekte können gleichzeitig realisiert werden (z.B. Dachausbau).
  • Die Investitionskosten sind in der Regel tiefer, da sich Synergien ergeben (z.B. Baugerüst muss nur einmal erstellt werden). Demgegenüber hat auch die etappierte Ausführung über einen längeren Zeitraum ihre Vorteile:
    • Das Gebäude kann in der Regel ununterbrochen genutzt werden.
    • Die Investitionskosten fallen verteilt an (keine Investitionsspitze, steuerliche Vorteile).

Umfassende Bestandesaufnahme

Eine detaillierte Bestandesaufnahme durch eine qualifizierte Fachperson ausgeführt, umfasst folgende Bereiche:

  • Erhebung des Energieverbrauchs (Heizung, Warmwasser, Elektrizität).
  • Erfassung des Zustandes der Gebäudehülle und der Haustechnik.
  • Abklärung allfälliger Komfortprobleme: Luftzugerscheinungen, kalte Räume oder Überhitzung.
  • Erhebung des Erweiterungs- und Verdichtungspotenzials: z.B. Ausbau Estrichraum, Anbauten.
  • Einfluss von baugesetzlichen Vorschriften: z.B. Einschränkungen durch Denkmalschutz.
  • Platzmöglichkeiten für den Einbau anderer Heizsysteme (inkl. Kamine, Abgasrohre, Brennstofflager).

Zustandsbeurteilung und Erneuerungsbedarf

Beurteilen Sie mit der nachfolgenden Tabelle aufgrund des Alters des Bauteils, der mutmasslichen Lebensdauer und des Zustandes den aktuellen Erneuerungsbedarf:

Bauteil / Massnahmen Alter Lebensdauer Zustand des Bauteils
Schlecht Mittel Gut
Betriebsoptimierung - -
Fenster 20-30
Aussenwände 30-50
Boden, Kellerdecke 30-50
Dach, Estrichboden 30-40
Lüftung 15-25
Heizung, Warmwasser 15-25
Sonnenkollektoren 15-25
Elektrizität (Apparate) 10-20

Tipps

  • Auch bei der Ausführung von Einzelmassnahmen die langfristigen Konsequenzen bedenken und eine umfassende Planung durchführen.
  • Wenn immer möglich eine umfassende Gesamterneuerung durchführen.

Hotline: 061 552 55 55


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Quelle: energieschweiz (Broschüre «Gebäude erneuern – Energieverbrauch halbieren»)

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