Baselbieter Energiepaket

Betriebsoptimierung

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Checkliste für die Betriebsoptimierung

Eine Betriebsoptimierung sollte regelmässig, aber mindestens einmal im Jahr, durchgeführt werden.


1. Heizungszeiten richtig eingeben:

Geben Sie am Heizungsregler die Benutzungszeiten entsprechend Ihren Lebensgewohnheiten ein:

Radiatorheizung Fussbodenheizung
Einschalten:
1 Std. vor Nutzungsbeginn
Einschalten:
2-3 Sdt. vor Nutzungsbeginn
Ausschalten:
1 Std. vor der Schlafenszeit
Ausschalten:
3 Std. vor der Schlafenszeit

Sind Sie tagsüber ausser Haus, ist die Heizung ebenfalls zu reduzieren. Aktivieren Sie, wenn Sie in die Ferien fahren (auch bei Abwesenheiten über das Wochenende), das Ferienprogramm oder schalten Sie auf reduzierten Betrieb.


2. Thermostatventile kontrollieren

  • Badezimmer 23°C Pos. 4
  • Wohn-/Aufenthaltsbereich 20°C Pos. 3
  • Schlafräume, Flur 17°C Pos. 2
  • unbenutzte Räume Pos. *

3. Wärmeabgabe der Heizkörper

Gegenstände oder Nachtvorhänge vor den Heizkörpern (Radiatoren) behindern die Wärmeabgabe und haben einen Mehrverbrauch zur Folge.


4. Heizung ausserhalb der Heizperiode ausschalten

Sobald die Aussentemperatur längere Zeit über 15oC steigt, kann die Heizung auf Sommerbetrieb umgestellt oder ganz ausgeschaltet werden. Es lohnt sich in der Übergangszeit, die Heizung bereits für 2-3 Tage auszuschalten.


5. Reduzieren Sie den Energiebedarf für das Warmwasser

Heisser als 55-60°C sollte Ihr Warmwasser nicht sein. Zu hohe Temperaturen haben zudem mehr Kalkablagerungen zur Folge. Installieren Sie Wasserspararmaturen (Durchflussbegrenzer).


6. Heizraum sauber halten

Staub und Schmutz belasten die Verbrennung. Halten Sie darum den Heizraum sauber und lagern Sie dort keine Chemikalien (Farben, Putzmittel, Waschpulver).


Richtig lüften

Ständig geöffnete Kippfenster verschwenden viel Energie und verbessern die Luftqualität nicht. Öffnen Sie stattdessen 3-4mal pro Tag mehrere Fenster für 5-10 Minuten. Durch dieses Querlüften entweicht nur wenig Energie, und es gelangt viel frische Luft in die Räume.

Achtung: Kippfenster können Ursache für Feuchteschäden an der Fassade sein. Umgekehrt kann ungenügendes Lüften zu Schimmelpilzbildung in den Innenräumen führen.

Mit einem Hygrometer können Sie die Feuchtigkeit der Innenräume überwachen. Sobald die Luftfeuchtigkeit über 60-70% steigt, sollten Sie lüften.


Erfolgskontrolle mit der Energiebuchhaltung

Der Energieverbrauch (Heizöl, Erdgas, Elektrizität usw.) ist mindestens einmal pro Jahr zu erfassen. Eine Erfassung pro Monat oder Quartal ist noch besser.

Mustertabelle für die Erfassung:

Zeitperiode Heizgradtage (HGT) Zählerstand Energieverbrauch Energie / HGT
 
 
 

Eine solche als Tabelle geführte Energiebuchhaltung macht nur wenig Arbeit. Sie zeigt den Erfolg der Betriebsoptimierung auf und macht Probleme der Anlage frühzeitig erkennbar.


Heizgradtage

Der Energieverbrauch ist klimaabhängig. Mit den Heizgradtagen (HGT) kann der Einfluss des Klimas auf den Energieverbrauch angegeben werden. Die Heizgradtage werden zum Teil von Tageszeitungen publiziert oder finden Sie auf www.hev-schweiz.ch.


Tipps

  • Für jedes zusätzliche Grad Raumtemperatur erhöhen sich die Energiekosten um 6%. Eine möglichst bedarfsabhängige Einstellung lohnt sich darum immer.
  • Im unbeheizten Keller müssen die Heiz- und Warmwasserrohre gedämmt (isoliert) sein.

Allein durch die richtige Einstellung und Wartung der Heizungsanlage ist eine Energieeinsparung von 5-10% möglich.

Hotline: 061 552 55 55

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Quelle: energieschweiz (Broschüre «Gebäude erneuern – Energieverbrauch halbieren»)

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