Sole/Wasser-, Wasser/Wasser-Wärmepumpe (Ersatz einer Öl-, Gas- oder Elektroheizung)

Nutzen Sie die Wärme des Erdreichs oder des Grundwassers.

Erdsondenwärmepumpen (Sole/Wasser) oder Wärmepumpen, die das Grundwasser als Wärmequelle nutzen (Wasser/Wasser) sind in der Anschaffung teurer als Luft/Wasser-Wärmepumpen. Sie sind jedoch energetisch besser, da sie mit dem Erdreich oder Grundwasser ein wärmeres Umweltmedium nutzen als die kalte Winterluft. Sie benötigen für die Bereitstellung der Raumwärme und vom Warmwasser deshalb weniger Strom.

Erdsonden

Klären Sie mit der Erdwärmenutzungskarte auf dem kantonalen Geoportal GeoView zuerst ab, ob auf Ihrem Grundstück eine Erdsondenbohrung grundsätzlich möglich wäre.

Weitere Erläuterungen des Amtes für Umweltschutz und Energie und Hinweise für die Bohrbewilligung finden Sie im Internet unter Erdwärmenutzung. Wenn Sie eine Bohrbewilligung haben, können Sie anschliessend ein Fördergesuch einreichen.

Grundwasser-Wärmepumpen

Grundwasser-Wärmepumpen sind erst ab einem Leistungsbedarf von 50 kW und mehr bewilligungsfähig, sind also keine Option für Einfamilienhäuser. Wenn Sie eine Grundwasser-Wärmepumpe evaluieren, nehmen Sie bitte frühzeitig Kontakt auf mit der Fachstelle Grundwasser AUE.


Energie- und Klimaeffekt

Eine Sole/Wasser- oder Wasser/Wasser-Wärmepumpe spart über 15 Jahre pro kWth 14 MWh nicht erneuerbare Nutzenergie und 5,6 t CO2 ein.


Förderbedingungen

Allgemeine Bedingungen des Förderprogramms

Massnahmenspezifische Bedingungen

  1. Die Anlage ersetzt eine Heizöl-, Erdgas- oder Elektroheizung.
  2. Die Wärmepumpe arbeitet mit Elektromotor.
  3. Die Anlage wird als Hauptheizung eingesetzt.
  4. Die Anlage nutzt eine höherwertigere Wärmequelle als Aussenluft (Umweltwärme aus dem Untergrund, Grundwasser, Seewasser, Wärme aus Eisspeicher etc.).
  5. Anlagen bis 15 kWth: Das Wärmepumpen-System Modul (WPSM) wird angewendet und die Anlage entsprechend zertifiziert.
  6. Anlagen über 15 kWth: Die Anlage verfügt über ein gültiges internationales oder nationales Wärmepumpen-Gütesiegel.
  7. Anlagen über 15 kWth: Die Leistungsgarantie Wärmepumpen von EnergieSchweiz liegt von einer Fachperson einer Fachfirma unterschrieben vor.
  8. Für Erdwärmesonden weist die Erdwärmesonden-Bohrfirma ein Gütesiegel vor.
  9. Bei Anlagen ab 100kWth wird eine fachgerechte Strom- und Wärmemessung installiert.
  10. Der Förderbeitrag wird mit max. 50 Wth installierter thermischer Nennleistung pro m2 EBF bemessen.
  11. Das Gesuch wird vor Installationsbeginn eingereicht. Wenn Sie das Gesuch eingereicht haben, können Sie anschliessend vor Erhalt des Förderbescheids auf eigenes Risiko mit der Installation beginnen.
  12. Die Kombination mit einem Förderbeitrag «Gesamtsanierung mit Minergie-Zertifikat» ist nicht möglich.
  13. Projekte mit mehr als 500 kW werden fallweise beurteilt.

Einzureichende Unterlagen Gesuch

  • Unterschriebenes Gesuchsformular
  • Offerte
  • Anlagen bis 15 kWth: Bestätigung des Installateurs, dass Anlage mit Wärmepumpensystemmodul (WPSM) und Anlagezertifikat ausgeführt wird.
  • Anlagen über 15 kWth: In der Schweiz gültiges internationales oder nationales Wärmepumpen-Gütesiegel
  • Anlagen über 15 kWth: Von einer Fachperson einer Fachfirma unterschriebene Leistungsgarantie Wärmepumpen von EnergieSchweiz

Einzureichende Unterlagen Abschluss

  • Unterschriebenes Abschlussformular
  • Anlagen bis 15 kWth: Anlagezertifikat Wärmepumpen-System-Modul